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    Für immer Neuseeland - DER Informationspool für Auswanderer vom Auswanderungsexperten und Neuseeland Blog Autor Peter Hahn

          
    Für immer Neuseeland: Erfolgreich auswandern. Fakten, Tipps & Auswanderer-Porträts

    Das neuseeländische Fressen

    Ein Mal im Jahr dreht das Städtchen Hokitika auf der Südinsel Neuseelands auf: Beim “Hokitika Wildfoods Festival” wird hemmungslos geschlemmt. Ein Fest für hartgesottene Mägen, denn die Speisen winden und krümmen sich.
    Dabei begann alles ganz harmlos: Zur 125-Jahr-Feier hat eine Bewohnerin Hokitikas, Claire Bryant, hausgemachtem Stechginster- und Rosenblatt-Wein aus ihrem Weinkeller an. Das war 1989 und die begeisterten Hokitikaner wollten fortan jedes Jahre die kulinarischen Genüsse der wilden Westküste präsentieren.

    Seither lockt das Wildfoods-Festival Tausende Menschen an die Westküste, um am zweiten Samstag im März die Zahl der Einwohner locker zu verfünffachen. Am vergangenen Wochenende feierte das Fest 20-jähriges Jubiläum und nach einem Ansturm von mehr als 20.000 Besuchern in manchen Jahren sind die Veranstalter in den letzten Jahren bestrebt, ein umweltfreundliches Festival zu organisieren. In diesem Jahr wurden nur 15.000 Tickets verkauft.

    Überwindung brauchen kulinarische Probierwillige schon, wenn es um das Kauen und Schlucken von Possum-Balls geht. Das sind deftige Hackbällchen aus dem Fleisch des Opossums. Diese Beutelratten, die man meist platt gefahren auf dem Straßenasphalt klebend oder am Wegesrand liegen sieht, wurden aus Australien eingeschleppt. Hier auf Neuseeland gelten sie als Schädling, weil sie die Bäume, vor allem den allseits beliebten rot blühenden Pohutakawa, anfressen. Ihren Pelz zu kaufen, gilt ökologisch als gute Tat. Der ultimative Geheimtipp sind die “Hoki Hocki Huhu Grubs”,  fingerdicke Würmer, die mit der Axt frisch aus einem Baumstamm geschlagen ersteigern werden. Bereits am frühen Morgen kommen die ersten Besucher auf den Cass-Square in der Weld Street – und bleiben bis zum Sonntag, denn richtige Kiwis feiern und tanzen nach dem “wilden Essen” bis in die frühen Morgenstunden.

    18. März 2009 10:38 posted by Oliver Heringhaus

    One Response to “Das neuseeländische Fressen”

    1. Julie sagt:

      Na das klingt ja lecker!! Haut bestimmt so manchen Europäer nachhaltig um:)