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    Für immer Neuseeland - DER Informationspool für Auswanderer vom Auswanderungsexperten und Neuseeland Blog Autor Peter Hahn

          
    Für immer Neuseeland: Erfolgreich auswandern. Fakten, Tipps & Auswanderer-Porträts

    Einwanderung nach Neuseeland könnte einfacher werden

    „Die Anzahl der Expressions of Interest im Pool von Immigration Neuseeland hat sich in etwa halbiert und steht derzeit bei nur 572 Anträgen – Tendenz weiter fallend“, bemerkt Einwanderungs-Experte Peter Hahn. „Diesen Trend sieht man nun schon seit ein paar Wochen. Für mich wird es nun leichter zu deuten, dass die Qualität der Leute, die sich momentan im Pool befinden, niedriger liegt als noch vor einiger Zeit. Damit meine ich beispielsweise deren Ausbildung, Berufserfahrung, eben die Anzahl der Punkte, die sie nach dem System von Immigration erhalten. Das bedeutet natürlich auch für alle, die sich jetzt bewerben wollen, dass es momentan weniger Mitstreiter gibt!“

    Die so genannte Expression of Interest, die EOI, ist ein gut 40-seitiger Online-Antrag, der dazu dient, sich für die Immigration nach Neuseeland zu bewerben. Beispielsweise für das Alter, Berufsausbildung oder Berufserfahrung erhält man eine bestimmte Anzahl von Punkten. Jeder Antragsteller, der über 100 Punkte erzielt, kann seine EOI einreichen. Sie landet dann für sechs Monate in dem Pool von Immigration aus dem alle zwei Wochen derzeit ca. 550 Kandidaten gezogen werden.
    Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl der Anträge im Pool – ob 500 oder 10.000 wird von der Anzahl der Antragsteller bestimmt. Befindet sich der Antrag bereits im Pool und die Kandidaten erhalten in der Zeit ein Jobangebot, kann dieses sogar nachgereicht werden.

    „Bislang ist es so, dass bei der Auswahl natürlich Anträge mit Jobangebot bevorzugt gezogen werden. Danach werden die Personen selektiert, deren Berufe auf der so genannten Long Term Skill Shortage Liste stehen. „Interessant wird es, wenn sich der Trend der vergangenen Wochen noch weiter fortsetzt. Dann könnte es sogar sein, dass Kandidaten selektiert werden, deren Berufsgruppe nicht auf der Long Term Skill Shortage Liste steht und die auch kein Arbeitsangebot haben. Dafür simulieren wir einfach mal ein Rechenbeispiel: Die EOI wird von einem Paar ausgefüllt, bei dem beide Personen einen Uniabschluss haben. Dafür erhalten sie bereits 70 Punkte. Wenn beide gut Englisch sprechen und den vorgeschriebenen IRLTS-Test auf dem Level 6.5 bestehen und der Hauptantragsteller bereits 10 Jahre Berufserfahrung vorweisen kann, ergibt das schon 100 Punkte. Ist er 39 Jahre alt, bekommt er noch einmal 25 Punkte. Dieses Paar hätte dann wenn der Trend so weiter geht, durchaus Chancen, mit ihren 125 Punkten ohne Arbeitsangebot und ohne einen Beruf auszuüben, der auf der Liste steht, von Immigration ausgewählt zu werden“, stellt Peter Hahn ein erfundenes Beispiel in den Raum.

    Im Laufe des Jahres 2009 ist das mehrfach eingetreten. Anfang November 2009 beispielsweise sank die Punktegrenze bei der Auswahl sogar auf nur 110 Punkte. So wurden Personen selektiert, die weder eine Ausbildung, noch Berufserfahrung in einer der Berufe der skill shortage- Liste vorweisen konnten und auch kein Jobangebot hatten.„Unter diesem Gesichtspunkt kann man natürlich gerade im Augenblick ein bisschen spekulieren“, verrät der Einwanderungsberater. Das ist ähnlich wie auf dem Aktienmarkt. Es könnte also durchaus sein, dass der Standard der EOIs weiter sinkt -  wenn auch nur für eine einzige Ziehung. Wer sich dann zu diesem Zeitpunkt im Pool befindet, hat eben das Glück, auch mit weniger Punkten gezogen werden zu können.“

    Die Einwanderung nach Neuseeland wird mit einem Quotenmanagementsystem geregelt. Pro Finanzjahr sind 50.000 Einwanderer zugelassen. 60 Prozent davon, also 30.000 Kandidaten, stammen aus dem so genannten Skilled Migrant Stream. Darunter fallen auch die 300 Antragsteller der Investor Category. Die anderen 40 Prozent sind Einwanderer, die beispielsweise über die Familienzusammenführung ins Land kommen.

    „Es ist schier unmöglich vorher zu sagen, weshalb genau die Anzahl der Anträge im Pool sinkt oder wann Immigration das Türchen ein bisschen weiter aufmacht. Spekulationen über die Gründe, wie beispielsweise die wirtschaftliche Lage oder das Beben in Christchurch, würde ich nicht unterschreiben. Ist jedoch die Quote von 50.000 am Ende des Jahres bei weitem noch nicht erfüllt oder durch die Abwanderung von Fachkräften herrscht beispielsweise eine große Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt und der Pool enthält momentan weniger Anträge, ist natürlich die Wahrscheinlichkeit ausgewählt zu werden, dementsprechend größer“, erklärt Peter Hahn.

    Wie auch eine der auf IT-spezialisierten Recruitment-Firmen in ihrem letzten Report verlauten lässt, sind die Prognosen für gesuchte Fachkräfte der Branche gut. Unternehmen wie auch Regierung und Gemeinden planen in den nächsten sechs Monaten weitere Fachkräfte im IT-Bereich einzustellen. Die Nachfrage wird um etwa 10 Prozent ansteigen. Das betrifft dann beispielsweise Software-Entwickler, Projektmanager, Tester oder Web Design-Fachkräfte.

    Auch die in Auckland ansässige erfolgreiche Firma PowerbyProxi sucht derzeit händeringend nach Ingenieuren. „Es gibt einen wahren Mangel an Personal. Und obwohl wir einige Uni-Abgänger haben, frage ich mich, wo sind die nur? Sicherlich nicht in Neuseeland!“, klagt Gründer und Mitinhaber Fadz Mishriki. Das Unternehmen hat sich in den drei Jahren seit der Gründung international hervorragend entwickelt und arbeitet derzeit beispielsweise mit Siemens an Windanlagen in Spanien.

    „Auch Vermessungstechniker, Elektroniker, Sozialarbeiter, Tierärzte, Köche, Autoelektriker und Schiffsoffiziere werden derzeit gesucht. Und das ist nur ein Auszug aus der Liste“, gibt Peter Hahn bekannt.

    Selektiert zu werden, bedeutet aber nicht gleich, auch die Residency zu bekommen. Die aus dem Pool gezogenen EOIs bekommen innerhalb von ein bis zwei Monaten die so genannte „Invitation to Apply“, eine Einladung, sich für ein Residencyverfahren zu bewerben. Vier Monate Frist hat man dann, um den Antrag auf Residency einzureichen. Nach einer weiteren Bearbeitungszeit von drei bis sechs Monaten gibt es dann eine Vorentscheidung und für Kandidaten ohne Arbeitsangebot gegebenenfalls die Einladung zum Interview. „Auf dieses Interview kann man sich mit der richtigen Hilfe sehr gut vorbereiten!“, beruhigt Peter Hahn. „Danach gibt es drei Entscheidungsmöglichkeiten: entweder der Antragsteller erhält ein work-to-residence-Visa, wird abgelehnt oder bekommt die Residency. Selbst nach dieser Entscheidung hat man dann noch sechs Monate Zeit, die Gebühren zu bezahlen und den Pass einzureichen. Und schließlich bleibt den neuen Residents ein Jahr, um tatsächlich nach Neuseeland umzusiedeln. Im Klartext – es vergeht noch jede Menge Zeit, bis man dann tatsächlich auswandert.“

    Nachdem jedoch erfahrungsgemäß die Tür für die Einwanderung nach Neuseeland nur für kurze Zeit weiter offen steht, heißt es, jetzt schnell zu reagieren. Wer sich für die Immigration nach Neuseeland interessiert, für den wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt, mit der Expression of Interest anzufangen.

    Wird man in den sechs Monaten, in denen die EOI im Pool verbleibt, nicht selektiert, wird zwar die EOI ausgesondert, einem neuen Antrag steht jedoch nichts im Wege. So kann man jederzeit für 440 NZ$ eine neue EOI einreichen. Diese Option besteht unbegrenzt.

    „Es ist eine Chance, den ersten Schritt nach Neuseeland zu gehen und viel verloren, ist dabei nicht. Wie lange die Zeichen für eine Einwanderung günstig stehen, kann keiner vorhersagen. Doch für einige meiner aktuellen Kunden mit niedriger Punktezahl, hat sich das Spekulationspiel bereits bezahlt gemacht!“

    Peter Hahn und die Redaktion von 360° Neuseeland halten die Leser im Newsletter  weiter auf dem Laufenden.

    Autorin: Anja Schönborn, Wellington

    2. Juni 2011 22:15 posted by Peter Hahn

    One Response to “Einwanderung nach Neuseeland könnte einfacher werden”

    1. NDB sagt:

      zu: 440 NZ$ eine neue EOI einreichen
      Stimmt, letztendlich ist da nicht viel “kaputt” und (soweit ich das verstanden habe) stehen die Chancen eigentlich gut.


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