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    Für immer Neuseeland - DER Informationspool für Auswanderer vom Auswanderungsexperten und Neuseeland Blog Autor Peter Hahn

          
    Für immer Neuseeland: Erfolgreich auswandern. Fakten, Tipps & Auswanderer-Porträts

    Studenten-Visum als Einreisemöglichkeit?

    Erst kürzlich ging der Fall einer chinesischen Studentin in Neuseeland durch die Presse. Sie studierte zunächst Englisch, später Betriebswirtschaftslehre an der Auckland University of Technology, zahlte 40.000 Dollar Gebühren, bis die Einwanderungsbehörde heraus fand, dass sie gar kein Student Visa besaß und sich illegal in Neuseeland aufhielt. Nun steht sie ohne Abschluss kurz vor der Ausweisung.

    „Die Universitäten werben hier um ausländische Studenten. Bildung ist ein Exportschlager in Neuseeland“, erklärt Neuseeland-Experte Peter Hahn die Sachlage. „Student-Visa sind relativ einfach zu bekommen, wenn man aus dem richtigen Land kommt und etwas Geld mitbringt. Durchschnittlich kostet ein Studienjahr etwa 12.000 NZ$, je nach Fachrichtung. Es gibt keine offizielle Altersbegrenzung. Für Universitäten sind ausländische Studenten ein wirtschaftlicher Aspekt. Allerdings muss man natürlich auch die finanziellen Mittel haben, um die Studiengebühren bezahlen zu können. „Um hier an den Universitäten zu studieren braucht man kein Abitur. Grundlegende Englisch-Kenntnisse müssen jedoch nachgewiesen werden.“, gibt der Einwanderungsanwalt mit auf den Weg. Im Normalfall bedeutet dies das Bestehen des international anerkannten IELTS-Tests. Wer aus einem Visa-freien Land wie Deutschland kommt, hat kaum Schwierigkeiten gegen Bezahlung in Neuseeland zu studieren. Die Studiengebühren liegen für Non-Residents allerdings höher als für Kiwis selbst.

    Peter Hahn kennt die Problematik die oft bei asiatischen Studenten vorliegt: „In  fast 99 Prozent aller Fälle ist hier für die Studenten von vornherein klar, dass sie über diesen Weg die Aufenthaltsgenehmigung in Neuseeland anstreben. Sie bekommen dann im Optimalfall ein Student Visa für die Zeit ihrer Ausbildung. In dieser Zeit darf man sogar bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten. Ein Nebenjob, der einem den Unterhalt finanziert, ist also möglich. Im Anschluss wird ein graduate work visa für ein Jahr beantragt und danach das residence visa, wenn man so genanntes  skilled employment gefunden hat. Es macht ja auch durchaus Sinn, die im Land ausgebildeten Fachkräfte danach auch zu beschäftigen.“

    Peter Hahn kennt aus seiner Erfahrung Fälle, bei denen oft ältere Kunden noch Studieren wollen aber nach dem Studium aufgrund ihres Alters in Deutschland keine Berufsaussichten hätten. „In Neuseeland spielt das Alter meist nicht so eine große Rolle“ So könnte beispielsweise auch ein 47jähriger ein Studenten-Visum nutzen, einen Aufbaukurs zur Ausbildung belegen und sich über diesen Umweg seine Tür nach Neuseeland öffnen. „Jeder Fall ist sehr individuell. Und in Einzelfällen gibt es kaum eine andere Möglichkeit als über ein Studium das Residence Visa zu bekommen. Wichtig ist, dass man im Vorfeld überlegt, welches Studium einwanderungstechnisch sinnvoll ist, was einem liegt und im Optimalfall auch zum vorherigen Beruf passen könnte. Ist einer beispielsweise in der Gastronomie tätig und belegt hier ein Studium als Chefkoch, wo gerade Köche auf der Liste der gesuchten Berufe stehen, könnte er mit einem Student Visa Erfolg haben.

    Neben dem Studium 20 Stunden pro Woche in einem Lokal zu arbeiten, das ist dann schon der Fuß in der Tür. Nach dem Abschluss des Studiums ist ein Graduate Work Visa als Koch in einem Lokal möglich, und so weiter. Das ist keine ganz billige, aber dafür in manchen Fällen eine durchaus sinnvolle Prozedur. Wer sich sowieso weiterbilden möchte und im schlimmsten Fall nach dem Studium mit der gewonnenen Auslandserfahrung wieder nach Deutschland zurück kehrt, für den ist ein Student Visa eine gute Möglichkeit neuseeländische Luft zu schnuppern.“

    (Autorin: Anja Schönborn, Wellington)

    11. April 2011 00:43 posted by Peter Hahn

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