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    Für immer Neuseeland - DER Informationspool für Auswanderer vom Auswanderungsexperten und Neuseeland Blog Autor Peter Hahn

          
    Für immer Neuseeland: Erfolgreich auswandern. Fakten, Tipps & Auswanderer-Porträts

    Trusts in Neuseeland

    Da ein Trust eine Rechtsform ist, die es im deutschen und in den meisten kontinentaleuropäischen Rechtssystemen nicht gibt, daher ist es etwas schwieriger das Konzept zu erklären. Hier in Neuseeland kommt der Trust in allen Rechtsbereichen vor (Familienrecht, Erbrecht, Insolvenzrecht usw.). Jede zweite Familie hat hier einen Family Trust.

    Es wird so eine Art Treuhandverhältnis begründet, wobei der Settlor (Vermögensgeber) dem Trustee (Treuhänder) das Vermögen übergibt, um es durch diesen zu Gunsten der Beneficiaries (Begünstigten) verwalten zu lassen.

    Warum möchte man sein eigenes schwer erarbeitetes Vermögen von jemand anderem verwalten lassen?

    Damals die Kreuzritter wollten, dass ihre Besitztümer während der langen Reisen effektiv verwaltet werden. Viele kamen dann wieder zurück und stellen fest, dass die Freunde oder Verwalter sich weigerten ihnen das Vermögen zurück zu geben. Daraus wurde der Trust entwickelt. Er ermöglicht es Vermögen zu übertragen ohne die Rechte daran zu verlieren oder später  das Vermögen nicht mehr zurück zu bekommen. Der Trust ist hier fest im Rechtssystem verankert.

    Wozu braucht man heute noch einen Trust?

    • Damit andere nicht nachvollziehen können wer wieviel Vermögen hat. Sonst kann man das problemlos durch das Grundbuch oder das Familienregister herausfinden.
    • Vererben läßt sich damit gut steuern. Das Trustvermögen gehört nicht zur Erbmasse. Und wenn die Familie der Besitzer des Trusts ist bleibt das auch nach dem Tod eines Familienmitglieds so.
    • Im Firmenbereich können Gläubiger nicht das Vermögen des Trusts vollstrecken.
    • Der Trust bietet einige steuerliche Vorteile.

    Aber es ist nicht möglich sein gesamtes Vermögen einfach so in einen Trust umzuwandeln und von diesen Dingen zu profitieren. Die Übertragung ist eine Schenkung und es fallen ab einer bestimmten Summe Schenkungssteuern an.

    Und hier die Ausnahme und der Grund warum ich das alles überhaupt schreibe:

    Es gibt den New Zealand Foreign Trust, bei dem muss der Schenker seinen Steuerwohnsitz noch außerhalb Neuseelands haben und das zu schenkende Vermögen muss sich zum Zeitpunkt der Schenkung ausserhalb Neuseelands befinden.

    Der New Zealand Foreign Trust ist von der Steuer befreit. Er bietet alle Vorteile des Trusts ohne die Nachteile der Schenkungssteuer.

    Hätten wir das vor der Auswanderung gewusst hätten wir uns sehr viel an Ausgaben sparen können.

    Nochmal klar zusammengefasst … der New Zealand Foreign Trust ist eine von vielen Trust Formen.
    Er bietet:

    • Anonymität. Es ist für Außenstehende nicht erkennbar, wer hinter dem Trust (oder den Trustees) steht.
    • Perfekte Abschirmung des Vermögens.
    • Hohe Rechtsicherheit durch historische Verankerung im angelsächsischen Recht und gesetzlich geregelte Sicherheitsvorkehrungen und Sorgfaltsanforderungen an die Treuhänder.
    • Der Trust kann Vermögenswerte erwerben, die privat vom Settlor oder den Beneficiaries genutzt werden können (z.B. Häuser, Yachten, Autos, etc.)
    • Der New Zealand Foreign Trust zahlt selber keine Steuern für außerhalb Neuseelands generiertes Einkommen.
    • Die Ausschüttungen des Trusts an die Beneficiaries sind bei entsprechender Gestaltung auch steuerfrei in Neuseeland
    • Das Trustvermögen ist für staatliche und private Gläubiger unantastbar
    • Das Trustvermögen kann in Neuseeland oder jedem anderen Land der Welt situiert sein und kann selbstverständlich in jeder beliebigen Währung gehalten werden
    • Erbschaftsregelungen können in der Trust-Urkunde geregelt werden, ohne dass Erbschaftssteuer anfällt.

    Es gibt hier in Neuseeland auch ehemalige Deutsche, die in der Frage des Trusts weiterhelfen können und mehr und bessere juristische Kenntnisse haben als ich die bieten kann icon smile Trusts in Neuseeland Aber ich hoffe die Informationen helfen trotzdem einigen, die ans Auswandern denken weiter.

    14. Juni 2009 02:55 posted by Elke Boevers

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